Zu meinem Geburtstag bekam ich als Geschenk eine sogenannte Erlaubniskarte für Führerstandsmitfahrten von meinen Eltern. An dieser Stelle schon einmal ein großes Dankeschön für dieses großartige Geschenk.

Da wir von 3. Februar 2019 – 9. Februar 2019 unseren Skiurlaub in der Region Dachstein West (Annaberg im Lammertal) verbrachten bot es sich an, die Führerstandsmitfahrt bei der Hinfahrt durchzuführen. Anmerkung: Zum Skiurlaub gibt es noch einen eigenen Artikel. Somit ließen mich meine Eltern in Leoben aus dem Auto aussteigen und ich fuhr mit dem Zug bis Radstadt, wo meine Eltern mich wieder abholten.

Ich teile nachfolgend die Führerstandsmitfahrt in zwei Teile auf, da in Selzthal die Fahrtrichtung gewechselt wurde und somit auch der Triebfahrzeugführer.

  • Teil: Von Leoben Hauptbahnhof nach Selzthal
  • Teil: Von Selzthal nach Radstadt

Grundsätzlich kann man zu beiden Teilen sagen, dass die Triebfahrzeugführer der ÖBB sehr nett waren und mir alle meine Fragen beantworten konnten.

Die Mitfahrt war auf dem Eurocity EC 216, welcher grundsätzlich von Graz Hauptbahnhof bis Saarbrücken Hauptbahnhof verkehrt. Das Wagenmaterial wird von der Deutschen Bahn DB gestellt. Das bedeutet, dass eine Lok der Baureihe 101 zum Einsatz kommt. Davor hängen ein Intercity Steuerwagen und insgesamt 9 Intercity Zwischenwagen. In der Bahnsprache wird dieser Zug auch liebehaft „Weißwurst“ genannt.

BR 101 im Bahnhof Radstadt

BR 101 im Bahnhof Radstadt

 

1. Teil: Von Leoben nach Selzthal

Die Mitfahrt begann in Leoben am Hauptbahnhof im Steuerwagen. Der Führerstand im Steuerwagen ist durch einen Vorhang und eine Glasscheibe vom Fahrgastraum getrennt. Der Aufbau ähnelt dem eines ÖBB Steuerwagens, außer dass der deutsche Steuerwagen keine Steckdose und keine Außenspiegel besitzt. Dadurch wird teilweise noch wie in guten alten Zeiten mit einem analogen Buchfahrplan gefahren. Kurz nach dem Bahnhof ging es sofort in einen langen Tunnel. Nach ca. 10 Minuten Fahrt erreichten wir den Bahnhof St. Michael in der Obersteiermark. Danach folgte noch der Bahnhof Rottenmann und nach ca. 45-minütiger Fahrt entlang der tiefverschneiten Landschaft erreichten wir den Bahnhof Selzthal. Kurz vor der Einfahrt machte ich mich bereits auf den Weg zum anderen Ende des Zuges, da der Aufenthalt in Selzthal nur ca. 6 Minuten betrug.

Führerstand mit allen wichtigen Instrumenten

Führerstand mit allen wichtigen Instrumenten in der Lok BR 101

2. Teil: Von Selzthal nach Radstadt

Auf der anderen Seite des Zuges bestieg ich die Lok der Baureihe 101. Dort stellte ein anderen Triebfahrzeugführer bereits die Systeme ein und machte den Zug fahrbereit. Kurz darauf ging es auch schon wieder los. Die Schneemassen rechts und links der Gleise wurden immer höher. Kurz nach dem Bahnhof Selzthal wird die Bahnstrecke eingleisig. Nachdem wir Aufenthalt in den Stationen Liezen und Stainach-Irdning machten mussten wir am Ausweichgleis im Bahnhof Haus im Ennstal auf den Gegenzug warten. Ohne stehen zu bleiben erfolgte die Zugkreuzung. Der Gegenzug EC 217 fuhr von Saarbrücken nach Graz. Nach der Zugkreuzung fuhren wir weiter und erreichten bald den Bahnhof Schladming. Auf der linken Seite konnte man aus dem Führerstand einen Blick auf die Planai, das bekannte Skigebiet von Schladming, wagen. In Schladming begegneten wir einer Dreifachtraktion Typ ÖBB 4124. Fast pünktlich erreichten wir um 14:25 den Bahnhof Radstadt, welcher mein Endbahnhof war. Der Triebfahrzeugführer fuhr noch bis Bischofshofen weiter, wo der Zug von Triebfahrzeugführern der DB übernommen wird.

Medien

Meine Fotos: Link zum Album


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